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Die Medizin beschäftigt sich schon lange, allerdings selektiv, mit den gestörten Regelkreisen des Menschen, insbesondere seines Körpers und seiner Seele, seiner Umwelt, seiner Gesellschaft und seines Lebenskreises, der ihn täglich umgibt.

Besonders die Neurologie, Biologie, Soziologie und Philosophie haben in den letzten Jahrzehnten die neuronal und ökologisch verknüpften Netzwerke am Intensivsten erörtert, neue Fragen aufgeworfen und Antworten gegeben, die für uns alle von großer Bedeutung sind.

Es ist in unserem Institut für interdisziplinäre Medizin das Ziel, Patienten die Erkenntnisse einer regelkreisorientierten Medizin zugänglich zu machen. Dabei bedarf es eines Vorgehens, das den Systemen erkrankter Menschen zugleich in physikalischer, biologischer, sozialer, geistiger und emotionaler Hinsicht gerecht wird.

Hier hilft eine ökologisch-kybernetische Sichtweise. Sie ermöglicht Ansätze, bei denen durch regelkreisbezogenes Ordnen von verschiedenen medizinischen Behandlungen das jeweilige Krankheitsgeschehen nachhaltiger, spezifischer und schneller als bei üblichen Verfahren behandelt werden kann.

Kybernetisches Handeln ist dabei nicht nur Therapie sondern auch die Bereitschaft von Patient, Arzt und Therapeut, sich gegenseitig als Partner zu erleben, auch wenn der eine krank ist und der andere als Helfer ihm zur Seite steht. So gelingt es Patienten, ihre gesundheitlichen Probleme optimal zu bewältigen.

Prof. Dr. med. Dr.h.c. Erich W. Burrer

 

 

Die Verankerung interdisziplinärer Medizin

Leben auf der Erde hat sich in einem kybernetisch-informativen Prozess (s. auch H. Morowitz 1992) über drei Milliarden Jahre entwickelt. Auch die menschliche Entwicklung stellt sich analog dazu in einem biologischen, physikalisch-ökologischen,...
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